Archiv der Kategorie: Ein bisschen Klugscheißerei

Gibt’s ja gar nicht!

Viele Islandfans wissen genau, was es in Island so alles gibt. Vulkane, Elfen, Superjeeps. 

Aber wisst Ihr denn auch, was es hier nicht gibt?  Hier mal ein paar Dinge, an die Ihr vielleicht nicht gedacht habt. Trotzdem ist jedes Wort davon wahr.

  • Gewitter mit Blitz und Donner
  • Bahnhofstoiletten
  • Automarder
  • Zigarettenautomaten
  • Aspirin
  • Stechmücken
  • Schnupftabak

Tja, so ist das. Die Erklärungen zu diesen lustigen Fakten kommen nächste Woche.

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Kleine Kalenderkunde

In Island hat sich die Tradition gehalten, die Woche mit dem Sonntag zu beginnen, und steht damit entgegen der Empfehlung der ISO 8601 bzw DIN 1355. Damit ist Island das einzige europäisch geprägte Land, das so verfährt. Ansonsten ist diese Praktik nur im arabischen Raum und den USA üblich, sowie auch in der jüdisch-christlichen-islamischen Tradition.

Die UNO beschloss übrigens dann 1978, daß der Montag allgemeingültig und international der erste Tag der Woche sein sollte.

All diese Änderungen und Vereinheitlichungen zogen an den Isländern spurlos vorbei. Entweder sie haben es nicht mitbekommen, oder, was auch sein kann, es hat sie einfach nicht interessiert.
Ein Zeichen für die isländische Anordnung ist auch die Bezeichnung des Dienstags bzw. Donnerstags: der dritte, bzw. der fünfte Tag.
Ist im Grunde genommen aber auch nicht kriegsentscheidend, solange die Supermärkte hier auch Sonntags offen haben. In den kleineren Orten übrigens meistens von 13:00 bis 18:00.

Die Wochentage hier im Überblick (isländische Sortierung):

Sonntag: Sunnudagur (Sonnentag)
Montag: Mánudagur (Mondtag)
Dienstag: þriðjudagur (Dritter Tag)
Mittwoch: Miðvikdagur (Mittwochentag)
Donnerstag: Fimmtudagur (Fünfter Tag)
Freitag: Föstudagur (Fastentag)
Samstag: Laugardagur (Waschtag)

Also alles sehr ähnlich. Wer übrigens die Monate auf Deutsch aufzählen kann, der kann das auch auf Isländisch. Nur die Betonung auf die erste Silbe legen und beim Schreiben ein paar Akzente auf die Vokale verteilen, fertig!

Neues aus Andabær

Donald Duck heißt im Isländischen Andrés Önd, was soviel heißt wie Andreas Ente, und Onkel Dagobert kommt als Jóakim Aðalönd, was man ganz grob mit Joachim Oberente übersetzen könnte. Ja, und Entenhausen wird zu Andabær, was, das muß man zugeben, richtig niedlich klingt.

Wer also jetzt noch nach lustigen Alibinamen sucht für den nächsten Inkognito Hotelaufenthalt, bitte schön.

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Max Mustermann…

– …heißt in Island Jón Jónson.
Und wer in Island zu faul ist, das Pseudo Klingelschild zu entfernen, wenn er seine neue Türklingel installiert, wird, wie viele andere auch, Friedland heißen.

– Der bis vor kurzem amtierende Bürgermeister von Reykjavik , Ex-Punker, Comedian, Drag Queen und Musiker Jón Gnarr heißt in Wirklichkeit gar nicht so.
Vielmehr ließ er seinen Namen von Jón Gunnar ändern, weil er es leid war, daß seine Mutter seinen zweiten Vornamen stets bis zur Unkenntlichkeit vernuschelte. Mit der amtlichen Änderung von Gunnar zu Gnarr (wie es immer klang), hat er sich nunmehr an Ihr gerächt.

– In manchen Fischerorten im Norden (die ungenannt bleiben möchten) gibt es Fischer, die das Öl der Leber der Haie, die sie fangen, dazu benutzen, das Diesel in ihren Jeeps zu strecken.

– Islandpferde legen sich gerne auf die Seite zum Entspannen, und sind damit die einzige Pferderasse der Welt, die das tut. Schlafen tun sie aber auch im Stehen.

– A propos Islandpferde: Daß sie als einzige Rasse den berühmten Tölt beherrschen, weiß ein jeder Islandfreund. Aber tatsächlich sind es fünf Gangarten, nicht nur vier. Schneller als der Galopp und genauso ruhig wie der Tölt ist der Skeið. Im Skeið wir so ein Pferd knapp 50 km/h schnell.
Ein Irrglaube ist, daß Tölt und Skeið angeboren sind. Beides muß ihnen antrainiert werden, aber die Islandrasse scheint die einzige zu sein, die dieses Training umsetzen kann.
Hier zum Klugscheißen die fünf Gangarten im Isländischen: fet, brokk, tölt, stökk, skeið.

– Aspirin ist in Island verboten, ebenso wie Schnupftabak