Sag mir nicht, was ich tun soll

Isländer sind es nicht gewohnt, gesagt zu bekommen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und sie können es auch nicht ausstehen. Es ist eines der größten Fauxpas, die es hier gibt. Jemanden zurechtzuweisen. Macht das um Himmels Willen nicht. Selbst Arbeitsanweisungen von Vorgesetztem zu Untergebenem klingen hier in etwa so: „Wie fändest Du es, das oder das zu tun“, oder: „Vielleicht wäre es noch besser, wenn Du das Morgen anders machen würdest.“

Das geht soweit, daß es eine regelrechte Kultur des Nicht-Einmischen gibt. Man ignoriert das Fehlverhalten seiner Mitmenschen lieber achselzuckend, als sie besserwisserisch zu korrigieren. Man denkt sich schlicht: nicht mein Problem, und weiter gehts!

Andersherum ist es für Europäer natürlich wichtig, auf diese Nuancen zu achten und die versteckten Botschaften richtig zu deuten. Ein sehr schönes Beispiel für angedeutete Verbote ist zB das Schild auf dem Foto oben. Anstatt zu schreiben „Füttern der Vögel verboten“ steht hier vielmehr:“ Die Meinungen gehen auseinander darüber, ob es eine gute Idee ist, die Vögel zu füttern.“

Nachtigall, ick hör Dir kotzen 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s